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Wohnberechtigungsschein

Allgemeine Informationen

Was ist ein Wohnberechtigungsschein?

Ein Wohnberechtigungsschein bestätigt, dass man über ein geringes Einkommen verfügt und somit berechtigt ist, eine öffentlich geförderte Wohnung (=Sozialwohnung) zu beziehen.

Im Volksmund ist der Wohnberechtigungsschein auch als „§-8-Schein", „Dringlichkeitsschein" oder aber auch „§-5-Schein" bekannt.

Was sind öffentlich geförderte Wohnungen?

Eigentümer von öffentlich geförderten Wohnraum (Sozialwohnungen) werden bei Errichtung durch den Staat finanziell unterstützt. Diese Wohnungen werden zu festgelegten Quadratmeterpreisen vermietet und passen sich das das ortsgebundene Mietniveau an. Das Mietniveau in Barsbüttel liegt auf dem höchstmöglichen Rang. Durch die finanzielle Unterstützung des Staates soll sichergestellt werden, dass weiterhin bezahlbare Wohnungen zur Verfügung stehen.

Nach welcher Rechtsgrundlage wird der Wohnberechtigungsschein erteilt?

Der Wohnberechtigungsschein wird nach dem Wohnraumförderungsgesetz Schleswig-Holstein erteilt.

Wie lange ist ein Wohnberechtigungsschein gültig?

Die Gültigkeit eines Wohnberechtigungsscheines beträgt zwei Jahre.

Gibt es einen Unterschied zum §88d-Schein?

Neben dem § 8-Schein gibt es den §88d-Schein in Schleswig-Holstein. Dieser hat seine Gültigkeit jedoch nur in Schleswig-Holstein, da die Mittel für die Wohnraumförderung vom Land Schleswig-Holstein stammen. Bei diesem Wohnberechtigungsschein darf die Einkommensgrenze nach § 9 Absatz 3,4 der Durchführungsverordnung des Schleswig-Holsteinischen Wohnraumförderungsgesetzes um bis zu 40 % überschritten werden.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Jeder Fall ist individuell und bedarf einer individuellen Prüfung.

Welche Unterlagen benötigt werden, hängt von der persönlichen Situation ab.

Einige Unterlagen könnten beispielshaft sein:

  • Personalausweis beziehungsweise Reisepass (bei AusländerInnen mit Aufenthaltsnachweis von mindestens 1 Jahr)

 

  • Geburtsurkunde

 

  • Heiratsurkunde

 

  • Gehaltsabrechnungen (auch Nebenberufe) der letzten 12 Monate oder

 

  • Verdienstbescheinigung

 

  • Nachweise über sonstige Einnahmen der letzten 12 Monate (zum Beispiel Zinseinnahmen)

 

  • Schwerbehindertenausweis

 

  • Mutterpass

 

  • Vaterschaftsanerkennungsurkunde

 

  • Studienbescheinigung

 

  • Schulbescheinigung ab 15 Jahren

 

  • Bescheid über Sozialleistung (Grundsicherung, Hartz IV,…)

 

  • Nachweise über zu zahlenden oder erhaltenen Unterhalt

 

  • Ausbildungsvertrag

 

  • Nachweis über Pflegebedürftigkeit

 

  • Rentenbescheid (auch Zusatz- und Versorgungsrenten)

 

  • Nachweis über Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit

 

  • Nachweis über Grundvermögen

 

Wie wird mein Einkommen ermittelt?

Die Berechnungsgrundlage stellt das gesamte Bruttoeinkommen des Wohnungssuchenden (und aller zum Haushalt rechnenden Personen) dar.

Von dem Bruttoeinkommen können Frei- und Abzugsbeträge abgesetzt werden, wie beispielsweise:

  • Erhöhte Werbungskosten (auf Nachweis)

 

  • Pauschale Abzugsbeträge von je 10%, soweit vom Einkommen Steuern und/oder Pflichtbeiträge zur Kranken- oder Rentenversicherung gezahlt werden

 

  • Freibeträge für jedes Kind nach dem Einkommenssteuergesetz jährlich in Höhe von 1.000,00 Euro

 

  • Schwerbehinderung

 

Wie hoch ist die Einkommensgrenze?

Nach § 8 (2) Schleswig-Holsteinisches Wohnraumförderungsgesetz beträgt die Einkommensgrenze

für einen Einpersonenhaushalt 14.400 Euro,

für einen Zweipersonenhaushalt 21.600 Euro,

zuzüglich für jede weitere zum Haushalt rechnende Person 5.000 Euro.

Sind zum Haushalt rechnende Personen Kinder im Sinne des § 32 Abs. 1 bis 5 des Einkommensteuergesetzes (EStG), erhöht sich die Einkommensgrenze nach Satz 1 für jedes Kind um weitere 600 Euro.

Wo kann ich einen Wohnberechtigungsschein beantragen?

Den Wohnberechtigungsschein können Sie bei der Behörde, in welcher Sie gemeldet sind, beantragen. Der allgemeine Wohnberechtigungsschein hat in ganz Schleswig-Holstein seine Gültigkeit.

Sollten Sie außerhalb Ihres Meldeortes in eine Sozialwohnung ziehen, so können Sie diesen auch bei dieser Behörde, unter Vorlage eines gezielten Wohnungsangebotes, den Wohnberechtigungsschein erhalten. Dies entspricht einem „gezielten Wohnberechtigungsschein" und hat lediglich die Gültigkeit für diese eine Wohnung.

Bei wem erhalte ich einen Antrag auf Erteilung eines Wohnberechtigungsscheines?

Den Antrag auf Erteilung eines Wohnberechtigungsscheines erhalten Sie im Rathaus der Gemeinde Barsbüttel.

An wen muss ich mich wenden?

An Ihre Gemeinde-, Amts- oder Stadtverwaltung (Wohnungsamt, Wohngeldbehörde).

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Personalausweis oder Reisepass
    (ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger müssen zusätzlich Ihren Aufenthaltsstatus nachweisen (Aufenthaltstitel/Aufenthaltserlaubnis),
  • Einkommensnachweise des Antragstellers/der Antragstellerin und seiner/ihrer Haushaltsangehörigen,
  • gegebenenfalls Geburtsurkunde(n) des/r Kindes/r,
  • gegebenenfalls Schwerbehindertenausweis oder Nachweis über eine Zuordnung mindestens zur Pflegestufe I,
  • gegebenenfalls Heiratsurkunde (sofern beide Ehepartner unter 40 Jahre alt sind und noch keine fünf Jahre verheiratet sind),
  • gegebenenfalls Mutterpass/ärztliches Zeugnis über eine Schwangerschaft,
  • gegebenenfalls aktuelle Studienbescheinigung,
  • gegebenenfalls Schulbescheinigung (für Schülerinnen oder Schüler außerhalb der allgemeinen Schulpflicht).
Welche Gebühren fallen an?

Keine

Welche Fristen muss ich beachten?
  • Keine Beantragungsfristen.
  • Die Geltungsdauer eines Wohnberechtigungsscheines beträgt 2 Jahre.
Rechtsgrundlage

§ 8 Gesetz über die Wohnraumförderung in Schleswig-Holstein (Schleswig-Holsteinisches Wohnraumförderungsgesetz - SHWoFG).

Anträge / Formulare

Den Antrag auf Erteilung eines Wohnberechtigungsscheins erhalten Sie bei der zuständigen Stelle.


Ansprechpartner/in
Frau Marie Sophie Friedrich Standort anzeigen
Sachbearbeiterin SozialesRathaus - Fachbereich 3, Zimmer 6
Waldenburger Weg 2
22885 Barsbüttel
Telefon: 040 67072-325
Telefax: 040 67072-301
E-Mail:


Aufgaben:
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